Ja, es stimmt, dass die aktuelle DSGVO den Handel mit Ihren Daten sicherlich in vielerlei Hinsicht erschwert und vielleicht tatsächlich ein wenig hilft. Den Kunden sicherlich, den Shopbetreibern bereitet sie eher viel Arbeit. Jedenfalls wird es sicherlich noch sehr lange dauern, bis sich dies praktisch bemerkbar macht. Deshalb werde ich hier einige Grundsätze aufführen, die sich der Kunde aneignen sollte, um sicherer einzukaufen. Denn vor gefälschten Shops schützt Sie noch immer kein Gesetz, und wie sehr Sie mit Nachrichten bombardiert werden, die Ihnen etwas anbieten, können Sie zum Teil auch selbst beeinflussen.
1. Überprüfen Sie immer, ob der Shop konkrete Kontaktdaten, eine Adresse und eine Telefonnummer angibt. Wenn die Lieferadresse nur ein Postfach enthält, bedeutet das, dass etwas nicht stimmt.
2. Es ist völlig normal, dass der Händler Ihren Namen, Ihre Adresse, Telefonnummer und E-Mail-Adresse verlangt; falls Sie Unternehmer sind und eine Rechnung wünschen, auch Ihre Unternehmens- und Umsatzsteuer-Identifikationsnummer. Geben Sie jedoch niemals Angaben zu Ihrem Alter, Ihrer Nationalität und Ähnlichem preis. Diese dienen nämlich genau dazu, potenzielle Kunden zu suchen, und obwohl es bald verboten sein wird, sie zu sammeln, sind einige Vorlagen, auf denen die Shops basieren, so dumm voreingestellt, dass selbst der Händler kaum eine Chance hat, dies zu ändern. Geben Sie einfach nur die Pflichtangaben ein.
3. Wenn der Shop in seinen AGB genau und klar angibt, wie er mit den Daten umgeht, sollte es kein Problem sein, dort registriert zu bleiben – es wäre wohl ziemlich lästig, sich immer wieder neu anzumelden. Wenn Sie jedoch das Gefühl haben, dass etwas nicht stimmt, oder wenn Sie nicht möchten, dass ein bestimmter Shop Sie mit seinen Angeboten belästigt, schauen Sie in Ihren Einstellungen bei dem jeweiligen Shop nach oder beantragen Sie direkt die Löschung Ihrer Daten oder Ihres Kundenkontos. Ich empfehle, dies ein paar Tage später noch einmal zu überprüfen. Versuchen Sie einfach, sich erneut mit Ihrem alten Benutzernamen und Passwort anzumelden, und wenn das funktioniert, stimmt etwas nicht. Ein solcher Shop kümmert sich nicht gut um seine Kunden und deren Daten.
4. Auch Kartenzahlungen sind nicht überall gut gesichert. In der oberen Leiste befindet sich neben dem Namen der Website immer ein Schloss-Symbol, ein Dreieck oder ein „i“ in einem Kreis. Diese Websites mit dem Schloss-Symbol sollten durch Verschlüsselung gesichert sein. Nun ja, was ist heutzutage schon sicher, oder? Aber Sie wissen sicher, dass sich der Händler wirklich Mühe gegeben hat und die Chancen auf Sicherheit groß sind. Auch Seiten mit einem Kreis und nur teilweiser Sicherung müssen kein Grund zur Sorge sein. Oft handelt es sich um echte Kleinigkeiten, schlechte Bilder, Vorlagen und Ähnliches. Es ist viel Arbeit, diese Details noch zu optimieren, also lehnen Sie sie nicht ab, sondern lesen Sie nach einem Blick auf den Buchstaben „i“ nach, ob Ihre Daten, Passwörter und Zahlungen sicher sind.
5. Und das wohl Wichtigste: Lassen Sie Ihre wichtigen Passwörter nicht frei im Netz herumliegen. Lehnen Sie das Angebot des Browsers, sich diese für Sie zu merken, entschlossen ab. Papier hält das aus, und sicher haben Sie zu Hause eine abschließbare Schublade.
